Die extrakorporelle Stoßwellentherapie im Rahmen der orthopädischen Schmerztherapie: 2-Jahres-Ergebnisse in 899 Fällen* (von W. Brunner) Zusammenfassung:  Von Januar bis Dezember 1996 wurden insgesamt 899 konservativ austherapierte bzw. vorher  operierte Patienten mit Erkrankungen der Bewegungsorgane mit durchschnittlich 3 Sitzungen in  14-tägigen Abständen in 7 orthopädischen, chirurgischen Praxen behandelt. Indikationen waren: Achillodynie, Tennis- und Golfer-Ellbogen, Fersensporn, Supraspinatus  Syndrom, Tendinitis Calcarea der Schulter sowie Trochantertendinose und Pseudoarthrosen.  Anhand einer visuellen Analogskala wurde die Schmerzintensität vor der Behandlung, 3 und 6  Monate sowie 2 Jahre nach der Behandlung ermittelt.   Völlige Beschwerdefreiheit konnte in 29% erreicht werden. In weiteren 34,3% wurde über eine  mindestens 50%-ige Schmerzreduktion berichtet. 56 Patienten (6,3%) mussten sich trotz der  ESWT einer Operation unterziehen und wurden als Therapieversager gewertet. Besonders gute Ergebnisse (in mindestens 70% mindestens 50%-ige Beschwerdebesserung)  konnten beim Fersensporn, Tennisellbogen sowie der Tendinitis calcarea erzielt werden.  Durchschnittlich wurde eine Redukion der Schmerzintensität von 7,4 auf der visuellen Analogskala  auf 3,9 nach 3 Monaten, 3,3 nach 6 Monaten und 3,2 nach 2 Jahren erreicht. Dies lässt den Schluss zu, dass bei diesen Indikationsstellungen eine gute bis sehr gute  dauerhafte Schmerzreduktion erreicht werden kann. Es ist daher zu fordern, nach Fehlschlägen einer ausgiebigen konservativen Therapie den  Patienten die ES WT als Alternative zur Operation anzubieten. Mit dieser Methode ist das schmerztherapeutische Spektrum der Orthopädie in Deutschland  wesentlich bereichert worden.   * Nach einem Vortrag auf der 41. Jahrestagung der Vereinigung    Süddeutscher Orthopäden e. V. in Baden-Baden 1999. Quelle: Orthopädische Praxis 35, 12(1999) 777-780
Resultate der Totalendoprothesenimplantation nach fehlgesschlagener Osteosynthese des proximalen Femurs * Zusammenfassung: 33 Totalendoprothesen wurden in der Zeit von 1978 bis 1989 aufgrund fehlgeschlagener  Osteosynthese bei proximalen Femurfrakturen durchgeführt. Die Komplikationsrate betrug 12%,  die perioperative Mortalität war 0. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 6,5 Jahren war das funktionelle Resultat  (modifiziert nach Merle d'Aubigne ) als gut oder befriedigend zu bezeichnen in 59% bei einer  Revisionsrate von 16,5%. Lediglich 15% der Patienten waren mit dem Operationsergebnis nicht zufrieden. * Nach einem Vortrag auf der 41. Jahrestagung der Vereinigung    Süddeutscher Orthopäden e. V. in Baden-Baden 1993. Quelle: Orthopädische Praxis 2 (1994) 97-100  
Mittelfristige Ergebnisse nach intrakapitaler Umstellungsosteotomie nach Austin-Chevron des Os metatarsale I * Zusammenfassung: Von Oktober 1994 bis Oktober 1998 wurden in zwei orthopädischen Praxen 38 Halluces valgi bei  33 Patienten ambulant operiert. Mit einem Fragebogen wurde das subjektive Ergebnis bezüglich  Kosmetik, Schmerzen,Unfähigkeit normales Schuhwerk zu tragen, evaluiert.  Die durchschnittliche Nachuntersuchungszeit betrug 21 Monate. Es konnte in 78% ein gutes bzw.  sehr gutes Ergebnis erreicht werden. Der Metatarsus-primus-varus-Winkel verkleinerte sich im Durchschnitt von 15 auf 11 Grad, der  Hallux-valgus-Winkel von 30,5 auf 17,5 Grad. In 4 Fällen wurden Komplikationen beobachtet, die jedoch allesamt ausheilten. 80% der  Patienten waren mit dem Ergebnis zufrieden oder sehr zufrieden, B8% würden die Operation  wieder ambulant durchführen lassen,81% dieselbe Operation nochmals. Bei geringem Morbiditätsrisiko kann die Umstellungsosteotomie nach Austin-Chevron als  Standardoperation bei mäßig ausgeprägtem Hallux valgus bis zu einem maximalen  Intermetatarsalewinkel von 20 Grad empfohlen werden.   * Nach einem Vortrag auf der 47. Jahrestagung der Vereinigung    Süddeutscher Orthopäden e. V. in Baden-Baden 1999. Quelle: Orthopädische Praxis 36, 5 (2000) 297-300
Intravenöse Regionalanästhesie versus Vollnarkose Vergleich von 108 intravenösen Anästhesien mit 57 Vollnarkosen bei Operationen an oberer und  unterer Extremität.   Zusammenfassung: Von 1 - 7/2000 wurden in 2 orthopädischen Praxen 108 in intravenöser Regionalanästhesie  (IVRA), sowie 57 in Vollnarkose an oberer bzw. unterer Extremität, operierte Patienten am ersten  Tag nach der Operation mittels eines Fragebogens erfasst. Die Vollnarkose wurde als Inhalationsanästhesie mit Sevofluran und Lachgas, eingeleitet mit  Propofol und Rapifen durchgeführt, (Larynxmaske, assistierte Spontanatmung) die  IV_Regionalanästhesie mit 50 ml 0,5 %igem Prilocain in Doppelmanschettentechnik.   Bei keiner Änästhesieform traten Komplikationen auf, jedoch wurde nach Vollnarkosen in 16 %  über Müdigkeit am ersten, postoperativen Tag, sowie in 80 % über Schmerzen im Op.-Gebiet  berichtet (nach IVRA 3,7 %, 27%), zudem nach Vollnarkose in 25 % über Halsschmerzen.   Bei IVRA trat in 4,5 % eine inkomplette Anästhesie auf, in 18,5 % wurde der Manschettendruck als  deutlich unangenehm empfunden (Fuß 31%, Arm 16,3 %). Die Akzeptanz beider Verfahren lag mit 95% bzw. 94% sehr hoch.   Die intravenöse Regionalanästhesie stellt somit eine sichere Alternative zur Vollnarkose bei  Operationen an der oberen Extremität, sowie unterhalb des Kniegelenkes dar. * Nach einem Vortrag auf der 47. Jahrestagung der Vereinigung    Süddeutscher Orthopäden e. V. in Baden-Baden 1999. Quelle: Orthopädische Praxis 36, 5 (2000) 297-300
Selektiv perkutane Facettendenervierung Zusammenfassung: Bei chronischen anhaltenden Rückenschmerzen, wenn die bisherigen Injektionsbehandlungen  keinen anhaltenden, bleibenden Erfolg brachten, ist ein besonderes schmerztherapeutisches  Verfahren zu empfehlen, welches die schmerzleitenden Fasern an der Lendenwirbelsäule verödet. Hierzu werden die Patienten in Bauchlage gelagert. Anschließend wird unter Röntgenkontrolle  eine Nadel an bestimmten Punkten der LWS unter Lokalanästhesie platziert. Anschließend wird  durch diese Hohlnadel eine Sonde eingeführt, welche zur Kontrolle der korrekten Lage  anschließend mit einem diagnostischen Strom durchflutet wird, hierbei spüren Sie entweder  überhaupt nichts oder aber an Ort und Stelle ein leichtes Muskelzucken oder Kribbeln, dann liegt  die Nadel korrekt. Sollte der Strom von den Nerven in das Bein / den Arm geleitet werden, so liegt  die Sonde zu dicht an einem großen Nerv, sodass sie erneut platziert werden muss. Sinn dieser Maßnahme ist es, nur die für den Schmerz wichtigen Nerven zu veröden und die  Nerven, welche für die Motorik und die sensible Versorgung (Berührungsempfindung) der Beine /  Arme notwendig sind, zu schonen. Ist die Sonde korrekt platziert, wird die Sondenspritze erwärmt  und dadurch ein ca. fingernagelgroßer Bezirk erhitzt, dadurch werden die hier durchlaufenden  Schmerzfasern in ihrer Leitfähigkeit unterbrochen, sodass sich der Schmerz nicht weiter  ausbreiten kann. Dies ist aufgrund der besonderen anatomischen Situation entlang der LWS an mehreren Stellen  notwendig. Der Eingriff wird in lokaler Betäubung durchgeführt, die Platzierung der Sonde gleicht  den Ihnen bekannten schmerztherapeutischen Injektionen in der LWS. Dadurch, dass der Patient  bei diesem Verfahren mitarbeitet, ist das Risiko, einen Nerv zu verletzen, nicht größer als bei einer  schmerztherapeutischen Injektion.   Bisher haben wir (Stand Jan/2013) knapp 1000 dieser Facettendenervierungen an der LWS  durchgeführt, ohne dass Komplikationen aufgetreten sind. Als unangenehm wurden die Einstiche  während der Facettendenervierung in ca. der Hälfte der Fälle empfunden. In der aktuellen Nachuntersuchung von 100 Patienten waren nach 6 Monaten 46% in der  Schmerzintensitiät mind. um 50% gemindert, nach durchschnittlich 6,4 Jahren immer noch 33%,  sowie  20% komplett beschwerdefrei. 
* Nach einem Vortrag auf dem Deutschen Schmerztag in FFM   und Süddeutschen Orthopädenkongress Baden-Baden 2012
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