Akupunktur wirkt bei Kreuzschmerzen- Schmerzlinderung ca. 1/3
zusätzlich
zur schulmedizinischen Behandlung
Die Akupunktur ist eine Behandlungsform, die seit mehreren tausend Jahren in Asien benutzt wird. Besonders häufig wird sie bei uns zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Die Dicke einer Akupunkturnadel beträgt etwa 0,20 mm - 0,35 mm, das entspricht etwa dem halben Durchmesser einer Injektionsnadel.
Die Wirkungsweise der Akupunktur kann man sich vereinfacht so vorstellen:
Die Akupunktur aktiviert ein körpereigenes System der Schmerzkontrolle.
Auf
Rückenmarksebene erfolgt eine segmentale Hemmung der einströmenden
Schmerzreize durch nicht schmerzhafte Reize aus den Muskelspindeln, die
von den Akupunkturnadeln getroffen werden.
Über
die Akupunkturnadelreize werden Monoamine (Neurotransmitter) freigesetzt,
die im Hinterhornneuron, ebenfalls auf Rückenmarksebene, eine absteigende
Hemmung vermitteln.
Nervenreize von den Akupunkturnadeln wirken auf den Hypothalamus (Mittelhirn) und führen hier zu einer Endorphinausschüttung (körpereigenes Morphin), das zur allgemeinen Schmerzminderung beiträgt.
Aus
rechtlichen Gründen ist darauf hinzuweisen, dass eine Wirksamkeit der Akupunktur
mit anerkannten Prüfverfahren bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden
ist. Dem Wissen nach entspricht die Behandlung deshalb einem so genannten Heilversuch.
Eine Wirkung kann erst im Behandlungsverlauf oder auch nach deren Abschluss
eintreten, oder auch völlig ausbleiben.
Die Akupunktur kann so genannte überschiessende Reaktionen auslösen, die vom Patienten in der Regel als unerwünscht empfunden werden. Dazu zählen:
Mögliche Komplikationen und unerwünschte Folgen der Akupunktur können sein:
Durch die Akupunkturnadel können kleine Blutgefässe verletzt werden. Dadurch kann die Einstichstelle etwas bluten oder ein Hämatom (blauer Fleck) entstehen. Einige Patienten reagieren auf den Einstich der Akupunkturnadeln vorübergehend mit Kreislaufsymptomen wie Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall.
Beim Stechen der Akupunkturnadeln besteht ein sehr geringes Risiko einer Entzündung. Die Übertragung z.B. einer Leberentzündung (Hepatitis) oder von Aids (HIV) ist bei der Benutzung steriler Einwegnadeln ausgeschlossen.
In extrem seltenen Fällen kann die Akupunkturnadel vergessen werden oder abbrechen. Im schlimmsten Fall kann dies einen operativen Eingriff zur Entfernung der Nadel erforderlich machen.
In Einzelfällen wurde beschrieben, dass bei nicht sachgerechter Benutzung von Apunkturnadeln innere Organe wie Herz und Lunge (Pneumothorax) verletzt wurden.
Mit Ausnahme des Hämatoms und der Kreislaufstörungen sind alle unerwünschten Wirkungen extrem selten. Ihre Häufigkeit wird auf unter 0,01 % der Behandlungen geschätzt, d.h. sie kommen höchstens einmal unter 10.000 Behandlungen vor.
Auswertung 100 Patienten Dr. Brunner/Dr. Thüringer
(Bewertung
0= gar keine; 10= am stärksten)
Stärke des Hauptschmerzes
Vorher 6,60 Nachher 4,33
Beeinträchtigung im Alltag
Vorher 5,74 Nachher 4,18
Beeinträchtigung der Stimmung
Vorher 4,85 Nachher 3,2
Zufriedenheit mit der Schmerzbehandlung (1= sehr zufrieden; 10= gar nicht)
3,68